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Psychische Gesundheit - Was ist
das?
Psychische Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Symptomen,
Störungen, Defiziten und Konflikten! Bereits in den 50er
Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation, eine Unterorganisation
der UNO in ihrer Definition von seelischer Gesundheit diesem
Rechnung getragen.
Seelische Gesundheit heißt auch, daß man seine
Möglichkeiten, die in einem liegen leben und entwickeln
kann.
In diesem Sinne haben Menschen auch das Recht sich Bedingungen
zu schaffen, unter denen sie wachsen können. Gesundheit
bedeutet auch die Fähigkeit befriedigende Beziehungen schaffen
zu können und eigene Fähigkeiten auszubauen, Interessen
zu haben und diese zu verwirklichen.
Seelische Gesundheit beinhaltet auch die Fähigkeit Interesse
für das gesellschaftliche Leben aufbringen zu können
und zu wollen und am gesellschaftlichen Leben, natürlich
in unterschiedlichem Ausmaß teilnehmen zu können.
D.h. sich nicht als Spielball des Lebens und der Geschichte begreifen
zu müssen.
Seelische Gesundheit beinhaltet auch die Fähigkeit Krisen,
Probleme, Konflikte als Herausforderung aufnehmen zu können,
aktiv nach Lösungen suchen zu können, sich mit gleichgesinnten
und vertrauten Menschen verbünden zu können. Eben nicht
als hypnotisiertes Kaninchen sich in sein kommendes Unglück
fügen zu müssen, aus einem Gefühl von überwältigender
Hilflosigkeit oder aus überragenden Schuldgefühlen
heraus.
Nicht zuletzt geht seelische Gesundheit und psychische Stärke
auch einher mit der Fähigkeit zu Demokratie. Mit der seelischen
Reife sich nicht den Führern mit den einfachen schwarz-weiß
Lösungen anpassen zu müssen um die eigene Stärke
von deren vermeintlicher Stärke ableiten zu müssen.
Seelische Gesundheit geht einher mit der Fähigkeit die andersartigkeit
des Anderen mit seiner anderen Sichtweise, seinem Anders-Sein
respektieren zu können, ohne sich selbst existentiell bedroht
zu fühlen. Und es beinhaltet die Fähigkeit und die
seelische Stärke zu ertragen zu können, daß viele
Probleme und Fragen nicht einfach und sofort lösbar sind,
sondern daß es oft langwierige Lösungen sind, welche
allen Beteiligten am ehesten gerecht werden. |